Geschenkkarten und ihre Besonderheiten im Bitcoin-Handel

Geschenkkarten zählen unter Nutzern ohne Bankzugang zu den beliebtesten Möglichkeiten, Bitcoins zu erwerben und an der Peer-to-Peer-Ökonomie teilzunehmen. Die Nutzung von Geschenkkarten als Zahlungsmethode für den Bitcoin-Handel ist jedoch auch mit bestimmten Risiken und Besonderheiten verbunden, auf die wir Sie im Folgenden aufmerksam machten möchten. Bei Paxful tun wir unser Bestes, um sämtliche Risiken zu minimieren und ein sicheres Handelsumfeld zu fördern, es ist jedoch unerlässlich, dass Sie wissen, wie Sie sich beim Handeln selbst schützen können. Hier sind die Kernpunkte, die Sie beachten müssen

1. Als Zahlungsmittel verwendete Geschenkkarten (Bitcoin-Käufer)

1.1 Hohe Anzahl schlechter Karten/Codes.

Der Anteil potenziell inaktiver oder ungültiger Codes ist relativ hoch. Je nach Markt und Geschenkkartentyp sind von zehn Codes ein bis fünf ungültig.

Lösung: Um diese Situation zu verbessern, haben wir unser Kundensupportteam verstärkt und in modernste Technologie investiert, damit Geschenkkarten mit ungültigen Codes nicht so leicht auf unsere Plattform gelangen können.

1.2 Coin-Locking.

Bitcoin-Käufer, die Geschenkkarten als Zahlungsmittel verwenden, sind sich vielleicht nicht immer ganz sicher, ob ihre Codes gültig sind. Dennoch können Sie den aktiven Handelsvorgang fortsetzen, indem sie darauf bestehen, dass Ihre Karten gültig sind. Wenn ein Bitcoin-Verkäufer dem Code jedoch nicht traut und einen Streitfall eröffnet, dann werden die Bitcoins des Verkäufers im Treuhandkonto blockiert und stehen in dieser Zeit nicht für weitere Transaktionen zur Verfügung (“Coin-Locking”).

Lösung: In solchen Fällen haben wir ein effizientes Streitfallbearbeitungsverfahren eingeführt, dass die Bearbeitungszeit eines Streitfalles deutlich verringert, wodurch auch die Freigabe der Bitcoins des Verkäufers beschleunigt wird.

1.3 Brokering.

Manche Nutzer missachten unsere Nutzungsbedingungen, indem sie den Versuch unternehmen, dieselbe Geschenkkarte mehrfach weiterzuverkaufen – ein klarer Verstoß gegen unsere Nutzungsbedingungen! Brokering/Wiederverkauf von Geschenkkarten-Codes gilt als betrügerisches Verhalten, das Risiken und Zeitverlust für Geschenkkarten annehmende Verkäufer mit sich bringt.

Lösung: Um diesem Verhalten entgegenzusteuern, haben wir unsere für die Streitfallbearbeitung zuständigen Teams weltweit deutlich verstärkt. Alle Nutzer, die des Brokering/Weiterverkaufs überführt sind, werden von unserer Plattform verbannt.

2. Als Zahlungsmittel akzeptierte Geschenkkarten (Bitcoin-Verkäufer)

2.1 Unberechtigte Verwendung von Codes durch Bitcoin-Verkäufer. 

In manchen Fällen können Sie auf Bitcoin-Verkäufer mit betrügerischen Absichten treffen. Diese Verkäufer lösen gültige Codes ein, bestreiten jedoch, dies zu tun. Dies ist ein komplizierter Fall, auf den wir im nächsten Punkt näher eingehen.

Lösung: Paxful investiert in erheblichem Maße in Tools, die bei der Untersuchung sowie zur Identifizierung und Verifizierung (KYC-Prozess) des Hintergrunds und der Transaktionshistorie unserer Bitcoin-Verkäufer zum Einsatz kommen.

2.2 Bitcoin-Verkäufer werden bei Streitfällen favorisiert.

Bitcoin-Käufer, die Geschenkkarten als Zahlungsmittel auf unserer Plattform einsetzen, könnten den Eindruck gewinnen, dass Bitcoin-Verkäufer bei Streitfällen die besseren Karten haben.

Hierfür sind folgende Gründe ausschlaggebend:

  • Ein hoher Anteil der von Geschenkkartenbesitzern beim Handel als Zahlungsmittel verwendeten Karten ist ungültig.
  • Viele Bitcoin-Käufer, die Geschenkkarten als Zahlungsmittel verwenden, weigern sich, Ihre Eigentümerschaft der Karte nachzuweisen.
  • Unerfahrene Geschenkkartenbesitzer eröffnen einen Handel, ohne zuvor die Angebotsbedingungen und Handelsanweisungen sorgfältig gelesen zu haben.
  • Bei einigen Geschenkkarten kann das darauf befindliche Guthaben nicht geprüft werden.

2.3 Nicht reagierender Verkäufer.

Dieser Fall tritt ein, wenn der Bitcoin- Verkäufer die Kommunikation einstellt und die Bitcoins nicht freigibt, nachdem der Geschenkkartenbesitzer den Code übermittelt hat. Dies kann in einem speziellen Transaktionsablauf begründet sein, der üblicherweise in den Handelsanweisungen des Verkäufers genannt ist, es kann jedoch auch sein, dass der Verkäufer den Code einlöst, ohne im Gegenzug die Bitcoins in die Wallet des Käufers freizugeben. Im letztgenannten Fall bleibt als einzige Option nur der Abbruch des Handels.

Lösung: Wir haben die Anzahl der Mitarbeiter unseres Supportteams erhöht, um Geschenkbesitzer schnellstmöglich zu unterstützen.

3. Für Streitfälle benötigte Nachweise

Um eine reibungslose und faire Beilegung von Handelsstreitfällen zu erleichtern, sind die nachfolgend genannten Nachweise vorzulegen:

3.1 Ein Foto der Original-Geschenkkarte, auf dem Ihr Paxful-Handels-Chat im Hintergrund gut sichtbar ist.

Mit Photoshop bearbeitete oder auf andere Weise manipulierte Bilder werden nicht akzeptiert.

3.2 Ein Foto des vollständigen Originalbelegs.

Auf dem Foto müssen alle vier Ecken des Papierbelegs sichtbar sein.

3.3 Bei elektronischen Codes (E-Codes): eine Original-Rechnung der Zahlung und eine Videoaufzeichnung Ihres Kontoauszugs als Kaufnachweis.

Wie bei physischen Geschenkkarten, so muss auch bei E-Codes ein eindeutiger Nachweis der Eigentümerschaft erbracht werden.

3.4 Nachweis der Kommunikation mit dem Kundenservice des Geschenkkartenanbieters.

Gegebenenfalls verlangen wir vom Geschenkkartenbesitzer die Kontaktaufnahme mit dem Geschenkkartenanbieter, um zusätzliche Nachweise anzufordern.

4. Lange Bearbeitungszeit von Streitfällen

4.1 Die durchschnittliche Bearbeitungszeit von Streitfällen kann bis zu drei Wochen betragen.

Die Bearbeitungszeit von Streitfällen wird auch durch das Volumen der aufgrund von gebrauchten Geschenkkarten-Codes fehlgeschlagenen Handelsvorgänge beeinflusst.

4.2 Die lange Bearbeitungszeit von Streitfällen kann auf folgende Faktoren zurückzuführen sein:

  • Hohes Aufkommen von Streitfällen.
  • Unvollständige oder fehlende Nachweise beider Seiten.
  • Es bestehen keine Sondervereinbarungen zwischen Paxful und Geschenkkartenanbietern.
  • Nicht reagierende Nutzer.

5. Nicht lösbare Streitfälle

Die Beilegung eines Streitfalls ist aufgrund nachfolgend genannter Umstände gegebenenfalls nicht möglich:

5.1 Keine der beiden Seiten konnte unseren Moderatoren stichhaltige Nachweise vorlegen.

Bei einigen Streitfällen mangelt es den Beteiligten schlicht an Kooperationsbereitschaft. Hierdurch wird eine Streitbeilegung praktisch unmöglich.

Lösung: Durch Implementierung strengerer Anforderungen bei der ID-Überprüfung arbeitet Paxful darauf hin, die Zahl unseriöser Nutzer insgesamt zu verringern.

5.2 Bei einigen Geschenkkartentypen kann das darauf befindliche Guthaben nicht geprüft werden.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei Paxful um eine Plattform zur sofortigen Handelsausführung handelt. Wir besitzen keine speziellen Tools zur Prüfung persönlicher E-Codes oder Geschenkkarten.

Lösung: Um ein solches Szenario zu verhindern, investieren wir in moderne ID-Verifizierungstools und durchleuchten die Transaktionshistorie verdächtiger Nutzer.

Weitere Informationen zum Kauf von Bitcoins mit Geschenkkarten finden Sie hier. Details zum Ablauf von Streitfällen erfahren Sie in diesem Artikel und in folgendem Video. Wenn Sie einen Streitfall im Zusammenhang mit Geschenkkarten verloren haben, finden Sie weitere Informationen hier.

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